17 + 4 = 57 - Kinder mit einer Rechenschwäche geben Rätsel auf (ausgefallen)


Zeigen Kinder langanhaltende Schwierigkeiten beim Rechnen, verwechseln Rechenoperationen, vertauschen Zehner und Einer, verrechnen sich bei Zehnerübergängen und benötigen sehr lange Anschauungsmaterialien wie Finger, Rechenkette etc. liegt oft eine Dyskalkulie vor. Ca. 4-6% aller Schüler/-innen eines Jahrganges sind von dieser Teilleistungsschwäche betroffen. Eine Dyskalkulie betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Die Kinder sind im Rechnen weit hinter ihren Altersgenossen zurückgeblieben, verfügen jedoch über eine durchschnittliche oder sogar überdurchschnittliche Intelligenz. Sie sind in der Regel zählende Rechner, die selten andere Rechenstrategien beherrschen oder einsetzen. Das Zerlegen von Zahlen, Platzhalter-Aufgaben oder Umkehroperationen werden nicht verstanden. Bei Sachaufgaben kann kein Verständnis zur Umsetzung des Textes in Rechenaufgaben gefunden werden. Probleme zeigen sich auch in anderen Fächern, wie z. B. Sachkunde oder Biologie. Das Verständnis von Tages-, Wochen- und Jahresverlauf, die Einordnung geschichtlicher Ereignisse sind ebenso schwierig wie die Orientierung mit Hilfe von Karten und Tabellen. Das häufig angeratene tägliche häusliche Üben bringt kaum Erfolg. Im Gegenteil, es belastet die Beziehung und das Familienleben. Dieser Kurs soll betroffenen Eltern, aber auch Lehrern/-innen helfen, die Schwierigkeiten mit einer ganzheitlichen Sichtweise besser zu verstehen. Vor allem soll Mut gemacht werden. Es werden Ursachen, Merkmale, Auswirkungen ebenso dargestellt wie Diagnostik und Hilfestellungen. In Kooperation mit dem Pädagogisch-Psychologischen Institut, Therapie- und Lernzentrum PILZ Fachinstitut für LRS und Dyskalkulie, Lübbecke.

106003
11,20 €
Janin Laatsch