Volkshochschule
Lübbecker Land

Buchvorstellung: Albert Speer

Aufstieg und Fall eines Mythos

Nach fünf Jahren intensiver Recherche stellt der Schnathorster Historiker Dr. Wolfgang Schroeter die Ergebnisse seiner an der FU Berlin vollendeten Doktorarbeit über Hitlers Stararchitekten und Rüstungsminister Albert Speer vor. War Albert Speer tatsächlich der „gute Nationalsozialist“, der nichts vom Holocaust gewusst, beinahe den Krieg gewonnen und sogar ein Attentat auf Hitler geplant haben wollte, wie sehr viele seiner Leser glaubten und sich damit auch selbst entlasteten? Wie konnte er den Einsatz von fast acht Millionen Zwangsarbeitern und die Genehmigung der Todesfabrik Auschwitz-Birkenau vertuschen? Wie war Speer selbst an der Erschaffung seiner Legenden beteiligt? Wer unterstützte und wer entlarvte ihn? Erstmals verfolgt der Autor den Wandel des Speer-Bildes über die Generationen. Während die Kriegs- und Flakhelfergeneration Speer heroisierte, revoltierten die „68er“ dagegen, konnten sich jedoch erst spät mit der Etablierung der Erinnerungskultur durchsetzen. Doch auch die Familienerinnerungen der jüngsten Generationen werden durch Filme wie „Schindlers Liste“ überlagert. In ihnen wird weiterhin der „gute Nazionalsozialist“ gesucht – so wie Speer noch 2004 im
Film „Der Untergang“ dargestellt wurde. Nach dem Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen und zum Kauf des Buches, das der Autor gerne signiert.

In Kooperation mit dem Verein Nachtigallental Hüllhorst, Heimatverein Schnathorst und Heimatmuseum Hüllhorst.



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1 Abend, 08.11.2018
Donnerstag, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Hüllhorst, Heimatmuseum Hüllhorst, Schnathorster Str. 3
0,00 €
Dr. Wolfgang Schroeter


Belegung: 
 (Plätze frei)