Exkursion zur Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg
Lina Loos
Die Wewelsburg, knapp 20 Kilometer südlich von Paderborn gelegen, ist untrennbar mit der Geschichte des Nationalsozialismus weit über die Region hinaus verbunden. Bereits 1933 plante Heinrich Himmler hier einen Versammlungsort für seine SS. Für den Ausbau der Burganlagen zu einer ideologischen Versammlungsstätte wurden später Konzentrationslagerhäftlinge eingesetzt. In der direkten Nähe zur Baustelle entstand das KZ Niederhagen. Über 3900 Menschen waren dort inhaftiert, mindestens 1229 starben vor Ort aufgrund der Arbeits- und Haftbedingungen. 1943, nach der Niederlage von Stalingrad, wurde ein Baustopp verfügt und das KZ bis auf ein kleines Restkommando aufgelöst. Noch heute finden sich mit der sogenannten „Gruft“ und dem „Obergruppenführersaal“ zwei bauliche Bezugspunkte zu den SS-Planungen im Nordturm der Burg. Vor kurzem eröffnete neben der Dauerausstellung der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945 im Kreismuseum Wewelsburg auch der GeDenkOrt in einem ursprünglich als Küche genutzten Gebäude auf dem ehemaligen Lagergelände.
Die Führung durch die Ausstellung „Ideologie und Terror der SS“ und den GeDenkOrt wird die Teilnehmenden über die Geschichte der SS, die lokalen Planungsvorhaben und vor allen Dingen auch über die Geschichte des KZ Niederhagen informieren. Die Exkursion wird in Kooperation mit der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V. durchgeführt und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Verwaltungsgebühr von 10,- Euro pro Person ist in bar während der Hinfahrt zu entrichten.
Bitte melden Sie sich an, auch wenn die Veranstaltung ausgebucht sein sollte (Warteliste). Wir bemühen uns bei ausreichendem Interesse zeitnah um ein Zusatzangebot!
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.