Vortrag: Der Fall Cornelius Gurlitt

Ein Kunstfund in München
Der spektakuläre Kunstfund in Gurlitts Schwabinger Wohnung hatte 2013 weltweit Aufsehen erregt und eine hitzige Debatte über den Umgang mit von den Nationalsozialisten geraubten Kunstwerken in Deutschland entfacht. Damals wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft schon 2012 rund 1280 Kunstwerke in Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt hatte. Zwei Jahre später tauchten weitere 238 Gemälde in seinem verwahrlosten Haus in Salzburg auf. Gurlitt war am 6. Mai 2014 in seiner Schwabinger Wohnung gestorben, ohne seine Bilder noch einmal gesehen zu haben. Fast 100 Bilder aus der umstrittenen Gurlitt-Sammlung haben Experten des Projektes „Provenienzrecherche Gurlitt“ inzwischen mehr oder weniger sicher als Raubkunst identifiziert, darunter Werke von Henri de Toulouse-Lautrec, Max Liebermann, Edvard Munch und eine Rembrandt-Grafik.
Das Expertenteam hatte in einem halben Jahr mehr als fünfhundert Werke aus der umstrittenen Sammlung untersucht - und in 91 Fällen einen Raubkunst-Verdacht erhärtet. Zuvor hatte die Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ binnen eines Jahres elf Fälle lückenlos geklärt; bei fünf Werken hatte sie dabei eindeutig NS-Unrecht nachgewiesen.


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1 Abend, 01.03.2018
Donnerstag, 20:00 - 21:30 Uhr
1 Termin(e)
Altes Amtsgericht, Gerichtsstr. 5, 32312 Lübbecke, Kleiner Saal, 1. OG
6,00 €
Anke Steinhauer


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